Wie alles begann

Wie alles begann
1984 gelang dem Schauspielerehepaar Sibylle Kuhne und Jörg Kaehler ausLeipzig die Ausreise aus der damaligen DDR. In Neunkirchen-Seelscheid, zentral im Land zwischen Bonn und Köln gelegen, schufen sie sich ein neues Zuhause. Von hier aus gastierten sie auf zahlreichen Bühnen Deutschlands, bis sie eine Basis sahen, ihre Ziele eigenverantwortlich zu realisieren.

Zimmertheater in Hohn
1996 begannen sie zunächst mit der Präsentation literarischer Programme in ihrem Haus. Im Kellergeschoß hatten sie einen Raum als kleines Theater ausgebaut, der etwa 45 Zuschauern Platz bietet.
Mit wachsendem Zuspruch konnten sie ihr Angebot vergrößern. Sie begannen mit Zweipersonenstücken, die von Jörg Kaehler, der seit den siebziger Jahren auch Regisseur ist, inszeniert wurden. Das Interesse nahm zu, und bald konnten sie das Repertoire erweitern:

"Geliebter Lügner" von Kilty, "Enigma" von Schmitt, "Love Letters" von Gurney, "Eines langen Tages Reise in die Nacht" von O’Neill u.a.m.

Die Stücke wurden personenreicher, das Programm anspruchsvoller.

Der Förderverein
Es zeigte sich jedoch, dass es auf die Dauer nicht möglich war, die Aufgaben alleine zu schultern. So war es zwingend, dem Unternehmen eine Grundlage und eine Rechtsform zu geben. 1999 wurde deshalb der Förderverein Haus Birkenried gegründet.

Neue Spielstätten
Mit dem erweiterten Repertoire konnten neue Spielstätten erschlossen werden.
Im Kunsthaus Seelscheid z.B. gastierte "Theater Haus Birkenried" im Herbst 2004 mit "Fisch zu viert", einer Komödie von Wolfgang Kohlhaase, und im Frühjahr 2005 mit dem Drama "Gespenster" von Henrik Ibsen.

Freilichtspiele auf dem Eichhof in Neunkirchen
Da es im Rhein-Sieg-Kreis bis dato keine Freilichtbühne gab, gründete Jörg Kaehler im Sommer 2000 die Neunkirchner Freilichtspiele und eröffnete mit "Casanova auf Schloss Dux" von Karl Gassauer. Ein Jahr später folgte "Spätsommerliebe" von Arbusov und 2002 schließlich Goldonis "Diener zweier Herren".

Siegburger Freilichtspiele
Im Sommer 2004 wurden die Siegburger Freilichtspiele mit "Jedermann" von Hofmannsthal ins Leben gerufen. Diese Inszenierung erfreute sich einer solchen Beliebtheit, dass sie in den Jahren 2005 und 2010 wiederholt werden konnte.
2006 stand die Komödie "Mirandolina" von Goldoni auf dem Spielplan. Mit "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe war 2007 eine besonders eindrucksvolle Inszenierung gelungen. Im Sommer 2008 erfreute dann Shakespeares "Romeo und Julia" das Publikum und im darauffolgenden Jahr wurde "Cyrano de Bergerac" von Edmond Rostand umjubelt.

Mit der Erfolgsinszenierung "Jedermann" wurde die Ära der Siegburger Freilichtspiele im Jahre 2010 beendet.